17 Februar 2015

[Autoreninterview] Farina de Waard

Hallo ihr Lieben,

Es wurde mal wieder Zeit für ein Autoreninterview und die liebe Farina de Waard hat sich zur Verfügung gestellt. Vielen Dank :)


Zähmung - Das Vermächtnis der Wölfe


verschleppt - gefoltert - verloren ... findet Sina sich in einer fremden, von erbitterten Kriegen und Leid gezeichneten Welt. Nach ihrer Befreiung aus dem Gefängnis der Unterdrücker entdeckt sie Kräfte in sich, die nicht nur ihr eigenes Leben verändern sollen. Doch die Tyrannin Zayda macht erbarmunglos Jagd auf sie. Als Sina endlich die Gründe für ihre Lage erfährt, ist sie bereits in Geschehnisse verwickelt, die ihr Schicksal und das der magischen Dimension Tyarul bald durch ausweglos scheinende Prüfungen zerren werden. Zähmung. Der Debütroman von Farina de Waard und Auftakt zur Buchreihe "Das Vermächtnis der Wölfe".





Biografie
Farina de Waard wurde 1991 in Freiburg geboren und wuchs bis zu ihrem 16. Lebensjahr im Markgräfler Land auf. Anschließend nahm sie die Chance wahr, ihr 11. Schuljahr in Ohio, USA zu verbringen. Nach dem dortigen High School Abschluss ging sie direkt an die Universität Freiburg, wo sie ihr Bachelorstudium in Umweltnaturwissenschaften abschloss. Sie zeichnete, malte und fotografierte schon immer gerne und mit 14 kam das Schreiben durch einen intensiven Traum hinzu. Seitdem arbeitet sie am "Vermächtnis der Wölfe" und hat im Dezember 2013 den ersten Teil der Reihe "Zähmung" im Fanowa Verlag selbst veröffentlicht. Zur Zeit lebt, arbeitet und schreibt sie in der Nähe der Plöner Seen und feilt am zweiten Teil der Reihe, Zorn, der in diesem Frühjahr erscheinen soll.


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Ab wann war dir bewusst, dass du Autorin werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt?

Zum Schreiben hat mich ein Traum bewegt, den ich einfach festhalten musste. Da war ich 14. Danach wurde es immer mehr, die Ideen sprudelten nur so. Dass das Ganze zu einem Buch wird und ich es auch veröffentlichen könnte, das kam erst Jahre später, so mit 18. Und dann fing ich erstmal an, mich über Möglichkeiten zu informieren und meine Geschichte Freunden zu zeigen.

Gibt es in deinen Bücher Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspriation?

Mir wurde schon immer gesagt, dass ich eine blühende Fantasie habe und ich bin sicher, dass mein eigenes Leben mein Schreiben beeinflusst hat, aber ich habe nicht bewusst Erfahrungen eingebaut. Ich habe noch niemanden getötet oder Magie erfahren – auch wenn ich da manchmal wirklich das Gefühl habe, es fehlt nur ein ganz kleiner Stups und ich könnte wirklich Flammenbälle erzeugen (das wäre toll). Ich glaube, die Serie „Avater – the last airbender“ hat mich den Elementen nah gebracht, aber die meiste Inspiration kommt dennoch aus meinem Kopf.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?

Durch den Traum entstanden Zenay und Zayda – die eine ist eine übermächtige, von Dunkelheit zerfressene Tyrannin, die andere meine Heldin. Zenay ist ein Mädchen aus unserer Welt, mir gefiel der Gedanke, dass es eigentlich jeder sein könnte, selbst ich. Durch den Traum war mir grob klar, was mit ihr passieren würde (dass sie in eine fremde Welt entführt wird) und dann war sie für mich auf einmal so real. In meinem Kopf entstand ihr ganzes Leben, ihr Charakter, wie sie auf gewisse Situationen und Gespräche reagieren würde … so war es dann auch bei der Tyrannin Zayda. Ich habe mir vor dem Schreiben an sich schon viele Gedanken dazu gemacht, wer meine Personen sind und wie sie zu dem wurden, was sie jetzt im Buch sind. Und während ich über diese beiden Gegenspieler nachdachte, tauchten mehr und mehr andere auf und alles verwob sich zu einem Netz.

Hast du einen Lieblingsprotagonist?

Mein Liebling ist ganz klar Zenay. Sie ist eine so tapfere Frau, die trotz aller Schwierigkeiten fast nie den Mut verliert und sich und ihrer Magie treu bleibt. Andererseits schwärme ich auch ein bisschen für Tarek – und Tunez ist auch einfach klasse =D

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden?

Bisher hatte ich nur eine schwere Schreibblockade, letztes Jahr, nachdem es in meiner Familie zwei Todesfälle gab. Danach konnte ich mein Buch 3 Monate lang nicht ansehen. Allein zu wissen, dass in meinem Buch auch Menschen sterben, hat es für mich unlesbar und unschreibbar gemacht. Deshalb kommt mein zweites Buch auch später als geplant raus.

Gibt es einen Lieblingsort an dem du schreibst?

Am allerliebsten schreibe ich draußen in der Natur. Nachdem ich gerade umgezogen bin und es Winter ist, bleibt mein Ort gerade der Küchentisch – aber sobald es Frühling wird, bin ich garantiert mit dem Notebook im Garten!

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Sehr wichtig! Das Cover spricht einen ja als allererstes an, Menschen sind Augentierchen. Deshalb habe ich bei meinen Büchern auch versucht, etwas eigenes zu entwickeln, dass es so noch nicht gibt, ich wollte weg von den typischen Fantasycovern mit halbnackten Frauen, Nebel und glühenden Augen.

Was bedeutet Lesen für dich?

Lesen ist für mich Entspannung, Unterhaltung, Bildung und Forschung zugleich. Ich lese unheimlich gern, seit ich selbst schreibe, lese ich auch ganz anders als zuvor. Ich analysiere die Texte ganz von selbst ein wenig, mache mir Gedanken über die Wirkung des Geschriebenen, die Charakterentwicklung, den Plot. Ich würde sagen, dass ich das Romanschreiben auch durch das viele Lesen „gelernt“ habe, denn durch die vielen verschiedenen Bücher sind mir Stilmittel und solche Sachen aufgefallen.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Hmm … ich habe einen tollen Buchgutschein bekommen und mir damit 10 Bücher kaufen können. Die letzten die ich gelesen habe: „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers, „Divergent“ von Veronica Roth in Englisch und das ganz letzte war „Skylark“ von Meagan Spooner. Skylark habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen, ich fand den Plot und die Erzählweise wirr und nicht so schön umgesetzt, gegen Ende wurde es dann spannender und hatte tolle Wendungen. Divergent habe ich aus „Recherchezwecken“ gelesen, weil ich einfach wissen wollte, was alle so an Dystopien fasziniert und was das Buch so erfolgreich gemacht hat. Ich fand es nicht schlecht, auch wenn mich das Konzept der Einteilung aller Menschen in die Klassen nicht ganz überzeugt hat.
Die träumenden Bücher sind damit kaum zu vergleichen, das Buch ist halt typisch Moers, ich finde es aber genial, vor allem auch, weil es ja genau darum geht, wie jemand das Schreiben lernt. ^^

Wie sieht dein Alltag aus? Hast du Kinder?

Single, keine Kinder, eine ziemlich chaotische Patchworkfamilie… zur Zeit ist mein Alltag sehr frei und ich stürze mich ganz ins Schreiben und Überarbeiten (Teil 2 der Reihe ist endlich ausgeschrieben und muss noch lektoriert werden). Ansonsten fühle ich mich eigentlich noch als Studentin, habe meinen Bachelor fertig und möchte in diesem Herbst einen Master im Umweltschutz beginnen, dann ändert sich der Alltag sicherlich wieder stark.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

SCHREIBEN =D
Ich fotografiere, zeichne und male sehr gern, habe mich mal im Fechten probiert und werde das auch wieder machen, sobald ich einen Kurs finde. Ich interessiere mich sehr für die Natur und das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt, deshalb möchte ich auch später in der Richtung arbeiten und forschen. Umweltschutz, der den Mensch nicht verdrängt, sondern versucht zu integrieren. (Utopisch, ich weiß)

Was ist deine Lebensphilosophie?

Lebe deinen Traum!

Hast du schon das nächste Projekt im Kopf?

Zur Zeit bin ich voll mit „Zorn“ beschäftigt, doch bin schon dabei, dem Plot von Teil 3 der Reihe einen neuen Schliff zu verpassen. Danach kommen ja noch 3 Bücher zum „Vermächtnis der Wölfe“. Falls ich da mal eine Pause brauche, habe ich noch Ideen für einen Mystery-Roman und auch Sci-Fi wuselt mir im Kopf herum.


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