21 September 2015

[Autoreninterview] Anne-Marie Jungwirth

Engelsstaub


Jade Brooks ist ein Nerd. Mit Mädchenkram, Partys und schicken Klamotten hat sie nicht viel am Hut, ihr Herz gehört der Wissenschaft und ihrem verstorbenen Vater. Zumindest bis sie auf den vermeintlichen Bad Boy und Rockmusiker Caspar Sinclair trifft. Doch kurz bevor es zwischen dem ungleichen Paar ernsthaft zu knistern beginnt, wird Jades Leben durch einen Autounfall ein jähes Ende gesetzt. Als sie sich kurze Zeit später als Engel im Himmel wiederfindet, prasseln die Ereignisse auf sie nieder: Ausgerechnet sie soll im Engelsheer der Matchmaker als Liebesengel dienen, von ihrem Vater fehlt jede Spur und der junge Mann, den sie verkuppeln soll, ist kein Geringerer als Caspar Sinclair...







© Barbara Klaczak
Biografie:

Anne-Marie Jungwirth, Jahrgang 1978, ist studierte Betriebswirtin und im Finanzbereich tätig. Den Zahlen gehört ihr Kopf, dem Schreiben ihr Herz. Ihre Leibspeise sind romantisch-fantastische Jugendbücher. Mit einer ihrer Kurzgeschichten konnte sie jüngst den Literaturwettbewerb der Mitteldeutschen Buchmesse gewinnen. Die Autorin lebt mit Mann und Sohn in ihrer Wahlheimat Österreich.
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Ab wann war dir bewusst, dass du Autorin werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt? 

Insgeheim schon immer. Als Kind war ich extrem verträumt und habe den Großteil des Tages in meiner Fantasiewelt verbracht. Wenn ich das heute tue, kann ich wenigsten sagen: Ich träume nicht vor mich hin, ich plotte gerade.


Gibt es in deinen Bücher Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspiration?

Ich versuche es zu vermeiden, Dinge aus meinem Leben aufzugreifen. Das funktioniert für mich leider gar nicht. Vielleicht, weil dann der Abstand fehlt, um darüber zu schreiben.
Mit der Inspiration ist das so eine Sache. Die Grundideen kommen meistens spontan. Während einer langen Autofahrt, eine Zeile aus einem Song, den ich gerade höre, ein Beitrag im Fernsehen und plötzlich habe ich da ein Bild im Kopf. Und dann beginnt die Arbeit ...

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?

Ich habe zu Beginn eine sehr grobe Idee, die ich dann nach und nach ausarbeite. Ich muss nicht alles über meine Protagonistin wissen, bevor ich anfange zu schreiben, aber ich muss sie sehr gut kennen. Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob sie lieber Kaffee oder Tee trinkt, aber wenn man mich fragt, dann könnte ich sofort darauf antworten.


Hast du ein Lieblingsprotagonist?

Beim Schreiben ist es wohl im der, an dem man gerade schreibt. Aber mit Jade aus „Engelsstaub“ habe ich unglaublich viel Spaß gehabt. Insbesondere mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer angeborenen Abneigung gegen Autorität.

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden?

Blockaden im eigentlichen Sinne nicht. Ich plotte meine Bücher ja immer. Aber so in der Mitte des Buches kommt immer eine Phase, in der mir das Schreiben echt schwerfällt.

Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Bei McDonald’s. Wir haben hier leider keinen Starbucks ...

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Das ist wohl wie beim Wein. Wenn man nicht so recht weiß, was man kaufen soll, wählt man nach dem Etikett. Von daher ist ein schönes Cover bei der Vielzahl an Neuerscheinungen schon wichtig, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Aber glücklicherweise macht Impress da einen verdammt guten Job. Ich finde die Cover alle toll.

Was bedeutet Lesen für dich?

Es ist für mich das Abtauchen in eine andere Welt, andere Leben leben und mich neu verlieben. Und das alles ganz ungefährlich und ohne schlechtes Gewissen.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen? 

Morgentau.

Wie sieht dein Alltag aus?

Ganz lange snoozen, viel zu spät aufstehen, frühstücken, meinen Sohn in den Kindergarten bringen, Arbeiten, heimkommen, mal wieder das Abendessen verpassen, spielen, Kind ins Bett bringen, mit meinem Mann quatschen, schreiben und/oder Serien schauen und lesen und dann wieder viel zu wenig schlafen. So oder so ähnlich.

Hast du Kinder? 

Einen Sohn, 5 Jahre alt.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Im Moment kommt das leider alles ein wenig zu kurz. Aber das ist in Ordnung. Für seine Träume muss man Opfer bringen.

Was ist deine Lebensphilosophie? 

Leben und leben lassen.

Hast du schon das nächste Projekt im Kopf? 

Ja, habe ich. Ich bin schon kräftig am Planen und werde bald mit dem Schreiben beginnen.

1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke für das interessante Interview..LG..Karin...

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