28 Oktober 2015

[Autoreninterview] Rosita Hoppe

Huhu hier kommt mal wieder ein Autoreninterview von der lieben Rosita Hoppe. Natürlich hat sie noch mehrere Bücher, aber ich stell euch mal die vor, die bei Bookshouse erschienen sind.

Wenn es Liebe wird


Eigentlich kann Felicitas Kleine nichts so leicht aus der Fassung bringen. Außer, es spricht sie jemand mit Nachnamen an, der ihr in Verbindung zu ihrer Körpergröße wie Hohn erscheint. Oder es lenkt jemand das Gespräch auf ihre Mutter, die seit ihrem Witwendasein einen Hang zu jüngeren Spaniern zeigt. Doch als sie dem Steinbildhauer Viktor Gabriel begegnet, ist es um sie geschehen. Allein sein Blick aus klaren Bergseeaugen genügt, und Felicitas gerät in einen Strudel verwirrender Gefühle. Wenn er doch nur nicht so störrisch wäre und sich immer wieder von ihr zurückziehen würde. Ein Geheimnis umgibt diesen attraktiven Mann, der Felicitas in seinen Bann zieht. Quelle: Bookshouse Verlag






Küsse am Meer


Pauline kann ihr Leben mit einem Satz beschreiben – Pleite auf ganzer Linie. Kein Job, vom Freund, dem sie einen Heiratsantrag machen wollte, betrogen und verlassen, und keine Idee für ihren nächsten Roman. Der soll heiter und amüsant sein, doch in diese Stimmung kann sich Pauline nicht hineinversetzen. Da kommt ihr der Anruf ihrer Schulfreundin Jule gerade recht. Jule bittet sie um Hilfe in ihrer beschaulichen Pension auf Amrum. An der See wird sie auf andere Gedanken kommen und hoffentlich pustet ihr der Wind endlich die dringend benötigte Geschichte ins Hirn. Sie lernt den attraktiven Paul kennen, der ausgerechnet sie um einen Tipp zum Thema Frauenromane bittet. Pauline findet Paul sehr sympathisch und fiebert weiteren Treffen entgegen. Dumm nur, dass Jule kein gutes Haar an ihm lässt. Warum hasst Jule Paul? Und was hat es mit den Gerüchten auf sich, die sich um Paul ranken? Alles nur Seemannsgarn? Als Pauline ausgerechnet den Menschen auf der Insel trifft, den sie am allerwenigsten erwartet hätte, ist das Gefühlschaos perfekt. Quelle: Bookshouse Verlag
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Biografie:

Bücher begleiten mein Leben schon von Kindesbeinen an. Oft habe ich gedacht, es muss toll sein, sich Geschichten auszudenken. Aber lange Zeit bin ich nicht auf die Idee gekommen, es selbst einmal zu versuchen. Schulaufsätze schreiben ist mir heute noch in unguter Erinnerung. Erst im Jahre 2003 begann ich mit dem Schreiben und bin seit dem mit dem Schreibvirus infiziert. Wobei mein Herz für dramatische, turbulente und prickelnde Geschichten schlägt. Es entstanden ziemlich rasch einige Kurzgeschichten und die Rohfassung zu "Nur ein Traum?". Doch bis zur ersten Veröffentlichung verging noch einige Zeit und ich absolvierte erst einmal einen Schreibkurs. Einige Jahre war ich als freie Mitarbeiterin bei einer Lokalzeitung tätig. Meine ersten beiden Kurzgeschichten erschienen 2006. Inzwischen sind mehrere Romane, Kurzromane, sowie zahlreiche Shortstories bei verschiedenen Zeitschriftenverlagen, in Anthologien, Literaturkalender und als E-books, auch unter Pseudonym, veröffentlicht. Mehr über meine Projekte finden Sie auf meiner Homepage: www.rositahoppe.de
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Ab wann war dir bewusst, dass du Autorin werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt? 

Nachdem mir von etwa 12 Jahren vieles im Kopf herumschwirrte, was ich nicht los wurde, erzählte ich zufällig meiner damaligen Physiotherapeutin davon. Sie riet mir, es doch alles mal aufzuschreiben und erzählte, sie hätte einen Bekannten, der Krimis veröffentliche. Ich nahm ihren Ratschlag tatsächlich an und beschritt mit ersten Aufzeichnungen einen neuen Lebensweg, der mein Leben bestimmt.

Gibt es in deinen Bücher Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspriation? 

Es kommt schon ab und an vor, dass etwas aus meinem Leben in einer Geschichte auftaucht. In der Regel sind es Handlungsorte, die ich persönlich kenne. Bei meinem Roman „Wenn es Liebe wird“ gibt es allerdings eine größere Parallele. Die Hauptperson Felicitas ist Redakteurin einer Lokalzeitung. Ich habe selbst, allerdings freiberuflich und nur ab und an für eine Zeitungsredaktion gearbeitet. Das ist die bisher größte Parallele. Ach nein, mir fällt grad ein, dass Pauline, die Hauptperson aus „Küsse am Meer“ auch Bücher schreibt. Eine ebenso, oder beinahe noch größere Parallele zu meinem Leben ;-) Inspiration bekomme ich aus dem Leben, meiner Umgebung, der Zeitung, Fernsehen usw. Man muss nur die Augen und Ohren offen halten.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten? 

Manchmal ist es das Aussehen, manchmal der Beruf, ein bestimmter Charakterzug, der mich quasi „anspringt“. Oder auch ein Name und ich überlege, wie die Person hinter diesem Namen aussehen könnte. Die Figuren entwickeln sich meist während des Schreibens, ich muss sie halt auch erst kennenlernen. Nebenfiguren gesellen sich oft während des Schreibprozesses dazu. Manchmal flüstert mir jemand ins Ohr, er oder sie möchten auch unbedingt eine Rolle in der Geschichte bekommen. Oder sie wollen eine eigene Geschichte haben. In dem Fall muss ich sie leider ein paar Wochen oder Monate vertrösten, bis ich mich gebührend um sie kümmern kann.

Hast du ein Lieblingsprotagonist?

Auf jeden Fall. Ganz besonders mag ich Viktor aus „Wenn es Liebe wird“. Er hat es nicht leicht im Leben gehabt, ein schwerer Schicksalsschlag hat aus ihm einen zurückgezogenen Menschen gemacht. Ihm wollte ich unbedingt den Glauben an die Liebe wiedergeben. Das war ein hartes Stück Arbeit, ihn davon zu überzeugen, dass er es durchaus wert ist, dass ihm noch einmal die Liebe begegnet.

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden?

Ja, die gibt es durchaus. In dem Fall mache ich eine Pause, die mal nur wenige Stunden, mal ein paar Tage dauern kann. Am besten ist es für mich, wenn ich dann etwas ganz anderes mache. Hausputz usw. sind eine gute Ablenkung, auch, wenn das nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört.

Gibt es einen Lieblingsort an dem du schreibst? 

In der Regel schreibe ich in meinem Büro, am PC. Ab und an, im Sommer wandere ich in den Garten, schreibe zur Abwechslung mal in ein Collegeheft und tippe den Text später ab, wobei ich dabei gleich überarbeite.

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches? 

Das Cover für meine Bücher ist mir total wichtig, es sollte unbedingt zum Inhalt des Buches passen. Wenn ich ein Buch kaufen will, greife ich durchaus zu interessanten, schönen Covern. Für den Buchkauf ist allerdings der Inhalt, bzw Klappentext entscheidend – oder ein bestimmter Autor, von dem ich unbedingt etwas lesen will. Wenn alles zusammenkommt, ist das natürlich die beste Konstellation.

Was bedeutet Lesen für dich? 

Ich bin seit meiner Schulzeit eine Leseratte. Leider fehlt mir oft, besonders, wenn ich mitten in einem Projekt stecke, die Zeit zum Lesen. Was mich aber nicht davon abhält, trotzdem haufenweise Bücher zu kaufen. Sobald ich ein bisschen Zeit zwischen Schreibprozessen habe, versuche ich meinem ständig wachsenden SUB zu Leibe zu rücken.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen? 

Gerade habe ich „Der talentierte Liebhaber“ von Leocardia Sommer angefangen. Vorher war es „Der schönste Fehler meines Lebens“ von Susan E. Phillips. Und danach möchte ich sehr gern Kate Sundays „Penelopes Geheimnis“ lesen.

Wie sieht dein Alltag aus? Hast du Kinder? 

Ich stehe wochentags kurz nach sechs Uhr auf. Nach Frühstück und Haushalt setze ich mich in mein Büro an den PC, sehe zuerst nach Emails und Nachrichten auf fb. Erst, wenn ich auf dem neuesten Stand bin, geht es ans Manuskript. Zuerst lese ich mir durch, was ich am Vortag geschrieben habe, damit ich rasch wieder im Text drinnen bin. Das nutze ich auch gleich zum Überarbeiten. Je nachdem, was sonst am Tag noch ansteht, arbeite ich mindestens 3 Stunden, oft auch länger. Wenn ich ein Projekt aus dem Lektorat zurückbekomme, heißt es, noch mal durcharbeiten und anschließend wieder an den Verlag schicken. Oft kommen diese Arbeiten mitten im Schreibprozess und müssen meist aus Zeitgründen dazwischengeschoben werden. Ja, ich habe zwei Töchter, die aber beide erwachsen und aus dem Haus sind.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Lesen steht natürlich an erster Stelle. Ich lasse mir auch gern beim Inliner fahren den Wind um die Nase wehen. Allerdings mache ich das nicht in der kalten Jahreszeit. Ich reise gern, aber leider viel zu wenig.

Was ist deine Lebensphilosophie?

Egal was kommt, niemals aufgeben.

Hast du schon das nächste Projekt im Kopf? 

Gerade habe ich einen Kurzroman fertig und an den Verlag geschickt. Jetzt lege ich eine Schreibpause ein, um meinen Kopf freizubekommen. In ca 4 Wochen wird der jetzt fertig gestellte Roman, der übrigens unter Pseudonym erscheinen wird, aus dem Lektorat kommen. Da ich mein nächstes Projekt erst Ende September abgeben muss, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, was ich als nächstes schreiben werde. Nur eines weiß ich, es wird ein erotischer Kurzroman sein. 

Vielen Dank, liebe Nadine für die tollen Fragen und dein Interesse. 
Mit lieben Grüßen Rosita

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