29 Dezember 2015

[Autoreninterview] Florian C. Booktian

Milten & Percy - Das Schloss der Skelette Detective Percy 


Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen, aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown und nach einem ausgelassenen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Schein trügt, bald wendet sich alles Gute zum Schlechten, und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich, was überhaupt passiert ist.
Milten & Percy - Das Schloss der Skelette







Ab wann war dir bewusst, dass du Autor werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt?

Das aus mir mal ein Autor wird, war von Anfang an klar. Als Vielschreiberling ist mir das Schreiben gerade zu angeboren. Jeder in meiner Familie schreibt. Meine Mutter verfasst Rezepte, mein Vater beschriftet Weinflaschen. Aber bei mir fing eigentlich alles so an: zwischen mir und meinen fünf Brüder herrschte schon seit klein auf ein reger Briefverkehr. Irgendwann hab ich mir einen Spaß daraus gemacht, ihnen untereinander Teile einer ganzen Geschichte zu schicken. Nur so zum Spaß. Und um ehrlich zu sein, um alle fünf ein klein wenig zu ärgern. Beim nächsten Familientreffen wurde dann hastig am Tisch Briefpapier ausgetauscht. Meine Brüder waren beeindruckt und die Geschichte, ein schlappes 300 seitiges Manuskript das ich in einem Nachmittag verfasst hatte, wurde zu meinem ersten Erfolg. Das Buch,gedruckt und gebunden, wurde zu meiner Visitenkarte bei den Verlagen. Das Schreiben kommt mir so natürlich wie das Atmen. Es macht mir Freude und vor allem: es hält mich bei Laune. Geld mit meinem Hobby zu verdienen war dann eher ein angenehmes Plus. Ich kann mich nicht beschweren!

Gibt es in deinen Bücher Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspiration?

Meine Inspiration kommt aus dem Leben. Alles was ich lese, sehe oder höre. Was mir im Alltag begegnet oder im Gespräch erwähnt wird kann meine Texte beeinflussen. Oftmals beginnt alles mit einem einzigen Funken, einer winzigen Idee. Milten & Percy – Das Schloss der Skelette begann damit, das ich eines Morgens das Bild eines Erdmännchens in der Zeitung sah, und mir gedacht habe: das Kelchen sieht aber neugierig aus! Was es wohl herauszufinden versucht ? Irgendwie sieht der kleine Racker Urlaubsreif aus... Ein Buch später gab es den Erdmännchen Detektive Percy Meercat.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?

Sie entstehe wie alle wahrlich guten Protagonisten: aus der Geschichte heraus. Und sie entwickeln sich genau so weiter: im verlauf der Geschichte, ihrer Motivation entgegen. Bis zum noch so bitteren Ende.

Hast du ein Lieblingsprotagonist?

In meinen Büchern? Schwierig! Aber Milten und Percy gefallen mit schon sehr gut. Das Erdmännchen und der Erfinder sind ein spitzen Gespann.

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden?

Nein, höchstens aufkommende Faulheit mit sinkender Wortzahl als Nebenwirkung.

Gibt es einen Lieblingsort an dem du schreibst?

An einem leisen Computer.

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Mir ist wichtig das das Buch gelesen wird, dafür ist ein gutes Cover unumgänglich. Was mir nicht wichtig ist, ist die Zielgruppe. Ein Buch in ein Zielgruppe zu zwängen ist albern. Entweder man möchte es lesen, oder nicht. Geschmäcker sind verschieden, immer. Zielgruppen sind ein Einfall von Formular verliebten Bürostuhlreitern.

Was bedeutet Lesen für dich?

Lesen bedeutet für mich lernen und genießen zu gleich.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Novemberhimmel von Marleen Reichenberg.

Wie sieht dein Alltag aus? Hast du Kinder?

Mein Alltag ist alltäglich. Ob ich Kinder habe, muss ich nachsehen. Es ist aber mit Sicherheit irgendwo ein Hund im Haus.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Wenn ich arbeite würde ich am liebsten nichts tun, wenn ich nichts tue würde ich am liebsten arbeiten. Wie Sie sehen können, herrscht dazwischen ein recht kämpferisches Gleichgewicht. Die meiste Zeit verbringe ich aber wirklich mit Büchern. Erst letzte Monat habe ich eine wundervolle Fabrik besichtigt die nichts weiter tut als Bücherrücken zu verleimen. Großartig! Der Duft hängt mir noch immer in der Nase. Ganz persönlich träume ich mal davon eine Bücherwerft zu besitzen in der alte Exemplare neu aufbereitet werden.

Was ist deine Lebensphilosophie?

Bei tausend Jahren Lebenszeit brauche ich keine Philosophie. Ich lasse die Dinge geschehen und biege sie mir dann zurecht. Dumm nur das man nicht alles so einfach grade biegen kann...

Hast du schon das nächste Projekt im Kopf?

Im Kopf habe ich jede menge Projekte. Aber morgen werde ich erst mal ins Archiv wandern und ein oder zwei aus den hunderten von zurückgestellten Büchern mit nach oben nehmen. Die Ideen werden mir erst ausgehen, wenn meine Augen sich für immer schließen. Und selbst dann bin ich mir sicher, das meine Bücher noch lange nach meinem Tod erscheinen. Dem Archiv sei gedankt!

Andere Werke:


Kommentare:

  1. Huhu,

    Danke wieder einmal für Dein toll geführtes Interview.

    Wünsche Dir hier und jetzt schon mal einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2016 !!

    LG..Karin...

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