05 Januar 2016

[Autoreninterview] Emily Thomsen

Das Nimbusmädchen


Die siebzehnjährige Naemi wünscht sich nichts mehr, als einmal die Wärme der Sonne zu spüren. Auch sechzig Jahre nach dem Ausbruch des Yellowstone Supervulkans beherrscht eine Eiszeit die Erde. Für den Scionkrieger Galad zählt dagegen nur eines – das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen wird er zum Auftragsmörder des Despoten Tyrzon. Seine neueste Mission: Naemi, die Hüterin der Erde, töten. Sie ist jedoch seine Zwillingsseele, mit der er vor Jahrhunderten einen Liebesbund geschlossen hat. Niemals darf er Gefühle für Naemi zulassen, denn ihre Mutter ist eines seiner Opfer. Die Begegnung mit Galad zieht Naemi in einen Krieg, den nur sie allein mit ihrer Hüterinnen-Gabe entscheiden kann. Das Mädchen sieht sich mit einem Schicksal und Fähigkeiten konfrontiert, von denen sie vorher keine Ahnung hatte und die sie am Ende alles kosten werden.




Geboren wurde Emily Thomsen in Calw im schönen Schwarzwald, wo sie bis heute mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und einem Zoo an Haustieren wohnt. Schon in der Grundschule hat sie gern Kurzgeschichten und Märchen auf einer alten Remington Schreibmaschine geschrieben. Bis die Autorin als Teenager ihr Interesse für das Universum entdeckt hat und seitdem mit ihrer Leidenschaft zum Geschichten schreiben verbindet. Inzwischen schreibt sie Science Fiction und Fantasygeschichten, in denen die Liebe nie zu kurz kommen darf.


Ab wann war dir bewusst, dass du Autorin werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt? 

Seitdem ich als Kind die Unendliche Geschichte von Michael Ende gelesen hatte. Das war mein Weckruf zur Autorin. Danach hab ich mir selbst Geschichten ausgedacht und zum Leidwesen meiner Eltern in meine Schulhefte geschrieben. :-)

Gibt es in deinen Bücher Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspriation? 

Ja, da gibt es wirklich Parallelen. Das ist mir aber erst im nachhinein bewusst geworden, als meine Familie mich darauf hingewiesen hat. Meine Inspiration steckt in vielen kleinen Dingen des Alltags. Das kann alles mögliche sein, eine Beobachtung beim spazieren gehen, ein Gespräch oder Musik.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?

Ich hab Naemi und Galad vor mir gesehen, als ich gerade ein Lied von Rosenstolz im Radio gehört habe. Ich hatte eine Szene im Kopf, die es heute noch im Buch gibt und die ich auch genau so an diesem Nachmittag aufgeschrieben hatte. Das ist jetzt acht Jahre her. Ich hab mir sieben Jahre Zeit gelassen um Naemi und Galad kennenzulernen. Inzwischen gehören die Beiden zu meinem Leben, als wären sie real. Das ist manchmal ein bisschen unheimlich, aber ich weiß von vielen Autorenkollegen denen es mit ihren Protagonisten genauso geht. Ich liebe Figuren mit viel Tiefgang, die so lebendig sind wie reale Menschen.

Hast du ein Lieblingsprotagonist? 

Daemon Black aus Obsidian und Katniss aus Tribute von Panem, wobei mir da besonders die Filme gefallen haben. :-)

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden? 

Nein, eine Schreibblockade hatte ich noch nie. Wenn ich mal eine Weile nicht schreiben kann (Weil der Alltag zu stressig ist) packt mich immer eine innere Unruhe und letztendlich sitze ich dann auch mal Mitten in der Nacht da und schreibe, damit es mir wieder besser geht. Ich glaube es ist wichtig immer wieder hinzusetzten und zu schreiben, egal ob dabei etwas konstruktives dabei rauskommt. Hauptsache man schreibt.

Gibt es einen Lieblingsort an dem du schreibst? 

Im Sommer liebe ich es auf der Gartenterasse zu schreiben und im Winter auf dem Sofa vor dem warmen Kaminofen.

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches? 

Da bin ich eine kleine Perfektionistin. Was nützt ein guter Text wenn das Cover niemanden zum kaufen anspricht? Ich hab zwei Wochen lang nach den passeden Bildern gesucht und meine Coverkünstlerin ab und an glaube ich in den Wahnsinn getrieben. :-)

Was bedeutet Lesen für dich? 

Urlaub, Entspannung und Befriedigung meiner Neugier. Wo sonst kann man so kostengünstig in andere Welten reisen, abschalten und einen Kurzurlaub machen? Inzwischen lese ich Bücher nicht einfach nur, ich lerne auch von meinen Kollegen. Wenn mir ein Buch nicht so gefällt frage ich mich immer warum das so ist, schreibe mir das auf und gucke wie ich soetwas in meinen eigenen Büchern vermeiden könnte. Bei guten Büchern mache ich dasselbe, nur da frage ich mich dann, wie ich das für mich umsetzen kann.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen? 

Das Juwel, von Amy Ewing. Ein Buch das ich kaum aus der Hand legen konnte, so gut ist es geschreiben.

Wie sieht dein Alltag aus? Hast du Kinder? 

Vollgestopft, überfüllt und manchmal auch ein bisschen chaotisch. Ich hab drei Kinder, zwei Töchter mit 11 und 13 Jahren und einen Sohn mit vier Jahren. Dazu kommt unser Hund Bobby, unser Kater Herr Übrig und die Degus Sweety und Lola. Ich angachiere mich viel im Kindergarten und der Schule, gehe gerne reisen und unterehme viel mit Freunden. Da sag dann nochmal jemand Frauen wären nicht multitaskingfähig.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Ich liebe es mit unserem Hund Bobby spazieren zu gehen, zu reisen und mir alte Burgen und Schlösser anzusehen. Langweilig wird mir seit Jahren nicht mehr. :-)

Was ist deine Lebensphilosophie? 

Geht nicht gibt’s nicht.

Hast du schon das nächste Projekt im Kopf?

Wenn es nur eines wäre. Ich arbeite gerade an drei Projekten gleichzeitig und hab noch drei weitere in der Schublade liegen, die auch gerne den Weg ans Tageslicht finden würden. Der zweite Teil vom Nimbusmädchen kommt im Mai/Juni raus, ab Januar gibt es auf meinem Blog einen Fantasy – Blogroman „Der Fluch der Medusa“ und meine Flee und ihre Drachenmagier sollen auch im kommenden Jahr ihren Weg zu den Lesern finden. Meine Tage haben eindeutig zu wenig Stunden.

So und jetzt bedanke ich mich bei jedem, der bis hierhin alles gelesen hat und bei dir liebe Nadine, für das tolle Interview. Habt eine schöne Zeit und ein tolles Jahr 2016!
Eure Emily

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