15 Juli 2016

[Autoreninterview] Mariella Heyd

Elfenfehde - Zweimal im Leben


Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag?

Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll.

Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen.
Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten.






Ab wann war dir bewusst, dass du Autorin werden wolltest? Was hat dich dazu bewegt? 

Autorin „werden wollen“, wollte ich schon sehr lange. Bereits im Alter von 12 Jahren habe ich erste Kurzgeschichten verfasst, mit dem Traum im Hinterkopf, diese eines Tages zu veröffentlichen. Mehr als kühne Wunschvorstellungen waren das damals allerdings noch nicht. Erst als 2015 „Self-Publishing“ für mich zunehmend weg von einem Begriff, hin zu einer Option wurde, hat sich dieser alte Traum langsam wieder zurück in meine Gedanken gedrängt. Mit meinem Studium hat sich mir auch ein neuer Zeithorizont eröffnet, der mich das Vorhaben anpacken ließ. Als mein erstes Manuskript dann fertig vor mir lag, war mir aber erst richtig bewusst, dass ich das wirklich will. 

Dazu bewogen haben mich in erster Linie der Spaß am Lesen und meine wilden Tagträume. Später kam dann der Ausgleich zum Arbeitsalltag dazu. Als Krankenschwester beschäftigt man sich oft mit Fragen und Problemen rund um Krankheit, Einschränkungen und Tod. Schwere Themen von denen man gerne etwas Abstand nimmt.



Gibt es in deinen Büchern Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspiration?

Eigene Erfahrungen lasse ich auf jeden Fall in meine Geschichten miteinfließen, positive ebenso wie negative. Manchmal sind es auch einfach nur kleine Eindrücke, die ich im Alltag oder im Urlaub gesammelt habe. Ich denke, alles was in mir Gefühle weckt und mich in meinem Leben geprägt hat, kann vielleicht auch andere erreichen. Vieles entstammt aber auch rein meiner Fantasie, weil es irrsinnigen Spaß bereitet, völlig andere Welten, Charaktere und Abenteuer zu erfinden, die fern von allem sind, was man selbst aus seiner Realität bereits kennt.

Inspiration ziehe ich generell aus allem. Aus meinem Alltag, meinen Erfahrungen, aber auch aus Büchern, Filmen, Liedern, Träumen und Bildern. Manchmal stolpere ich über ein Plakat oder ein Foto auf Instagram und schon spielt sich eine Sequenz vor meinen Augen ab, die ich sofort notiere und vielleicht zu einer Geschichte weiterspinne. Aktuell ist ein Roman geplant, der voll und ganz auf einem meiner Träume basiert.

Wie entstanden und entwickelten sich die Protagonisten?

Die Protagonisten habe ich tatsächlich schon vor 14 Jahren in ihren Grundzügen entwickelt. Ich habe sie aus einer meiner früheren Geschichten übernommen, aber natürlich entsprechend weiterentwickelt und lebendiger gestaltet, bis ich das Gefühl hatte, dass da ein vollwertiger Mensch mit eigensinnigem Charakter vor mir steht, den ich besser kenne als meine linke Westentasche.

Hast du einen Lieblings Protagonisten? 

Eigentlich müsste ich sagen, dass Feo meine Lieblings Protagonistin ist, weil ich die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben habe und somit den größten Bezug zu ihr habe, aber letzten Endes sind alle Protagonisten in meinem Kopf entstanden und ich möchte keinen missen.

Gab es während des Schreibprozesses Blockaden?

Bei meinem ersten Roman, ja. Ich habe ihn relativ frei heruntergeschrieben und circa in der Mitte einen Punkt erreicht, an dem es einfach nicht voran ging; aber aus Fehlern lernt man bekanntlich und seitdem plotte ich meine Geschichten und hatte seitdem auch nicht mehr mit Schreibblockaden zu kämpfen :)

Gibt es einen Lieblingsort an dem du schreibst? 

Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer liebe ich es draußen zu schreiben. Dann suche ich mir ein Schattenplätzchen und schon kann es losgehen. Im Winter findet man mich vor dem Kamin, zwischen meinen Katzen.



Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches? 

Sehr wichtig. Ich gehöre absolut zu den Coverkäufern. Spricht mich ein Buch an, nehme ich es in die Hand und wenn mir der Klappentext zusagt, wird es gekauft. Unscheinbare Cover oder solche, denen die Liebe zum Detail fehlt, gibt es in meinem Bücherregal recht selten. Wahrscheinlich sind mir dadurch aber auch schon viele schöne Geschichten durch die Lappen gegangen.

Was bedeutet Lesen für dich?

Lesen bedeutet für mich abschalten. Alles um mich herum vergessen. Aktuell bedeutet es aber auch lernen. Mitten im Studium bleibt leider wenig Zeit, um Romane zu lesen.

Hast du schlechte Angewohnheiten?

Oh, mit Sicherheit! :) Aber was ist das eigentlich schlechte an schlechten Angewohnheiten? Antwort: Man erkennt sie meistens selbst nicht.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Schreiben, schreiben, schreiben – ich liebe es, meine Geschichten auf Papier zu bannen, aber genauso gerne koche (und esse) ich, gehe ins Kino, auf Reisen und arbeite an einem Plan, um mindestens 100 Katzen adoptieren zu dürfen :)

Was ist deine Lebensphilosophie?

Leben und leben lassen. Man sollte sein Glücklichsein nicht von anderen Menschen und deren Erwartungen beeinflussen lassen. Genauso sollte man seine Vorstellungen nicht anderen aufdrängen wollen.


Hast du schon das nächste Projekt im Kopf?

Im Kopf und auf Papier. Ich schreibe gerade an meinem dritten Projekt, also darf man sich dieses Jahr noch auf mindestens einen weiteren Roman freuen. Für das kommende Jahr habe ich ebenfalls schon etwas geplant.

Film oder Buch?

Beides. Durch Bücher lebt meine Fantasie auf, aber durch Filme kann ich in die Fantasie anderer Menschen eindringen. Außerdem geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend mit Pizza ;) Und wer vergleicht nicht gerne die Details aus den Büchern mit denen im Film?

Print oder Ebook?

Erneut beides. Anfangs habe ich mich gegen elektronische Bücher gesträubt und heute weiß ich sie zu schätzen, wenn mir im Dämmerschlaf kein zentnerschweres Buch aufs Gesicht fällt oder ich in völliger Dunkelheit lesen kann. Ein echtes Taschenbuch kann es mir dennoch nicht ersetzen.

Schokolade oder Chips?

Schoki

Kaffee oder Tee? 

Tee. Nichts geht über eine heiße Tasse Tee. Sie vertreibt Kummer und Sorgen, schenkt Wärme und ist das schönste Hausmittel aus meiner Kindheit, das ich mit vielen liebevollen Erinnerungen verbinde.

Wein oder Bier? 

Wein. Weiß und wenig.

Sommer, Herbst, Frühling oder Winter? 

Hat nicht jede Jahreszeit ihren Reiz? Ich liebe es, mich im Winter vor den Kamin zu kuscheln und dem Schnee auf seiner Reise zum Boden nachzuschauen. Genauso liebe ich es aber auch, wenn im Herbst alles gelb, rot und orange leuchtet oder im Frühling die ersten Vögel zu hören sind. Müsste ich aber einen Favoriten wählen, wäre es wohl der Sommer – hellgrüne Gräser, Vogelgezwitscher, Sonnenstrahlen auf meiner Nase und der blaue Himmel über mir.

Hund oder Katze?

Ich liebe alle Tiere, aber ich muss gestehen, dass ich drei Katzen besitze, die mich Tag für Tag um ihre Pfoten wickeln :)


Schaut auf ihrem Blog vorbei :)



 

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke für das interessant geführte Interview.

    Guten Start ins Wochenende..LG..Karin..

    AntwortenLöschen
  2. Schönes Interview :)

    LG

    Jessi S

    AntwortenLöschen
  3. Nette Person - interessantes Interview

    LG

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...